Am 1. September, vor 86 Jahren begann der 2. Weltkrieg.
Dieser Tag und der weitere Verlauf des Krieges wurde schicksalsbestimmend für viele Millionen Menschen weltweit und auch für einen Menschen aus Waren, Friedrich Schwarz. Damals wohnte er in der heutigen Mozartstr. 13. heute erinnert ein Stolperstein an sein persönliches Schicksal.
Herr Schwarz war kein Widerstandskämpfer, kein Antifaschist, er war Lehrausbilder in der MeMeFa Munitionsfabrik und zu Beginn des Krieges durchaus begeistert, aber mit dem weiteren Verlauf des Krieges begann er an am Sinn des Ganzen zu zweifeln. Seine Bedenken äusserte er auch im Beisein von Kollegen. Dies wurde ihm zum Verhängnis. Er wurde denunziert, verhaftet vor das Volksgericht gestellt und zum Tode verurteilt. Im November 1943 wurde er hingerichtet. Hingerichtet für seine Meinung.
Sein Schicksal soll uns Mahnung sein, das hohe Gut der Meinungsfreiheit zu schützen. Nie dürfen wir vergessen, wohin eine Autokratie oder Diktatur führt. Das genau so etwas nicht passiert braucht es die freiheitliche Demokratie!
Wohin das Fehlen der Demokratie führt, zeigen uns die aktuellen Beispiele aus Ungarn, Russland, den USA und noch vielen anderen Ländern unserer Welt.
Daher stehen wir zusammen für unsere Demokratie und bringen unseren Stolperstein zum Glänzen. Auch, damit Menschen wie Friedrich Schwarz nicht vergessen werden.
Übrigens wollen wir unserer Demokratie in Deutschland am 03.10. um 19 Uhr ein Geburtstagsständchen bringen. Kommen Sie gerne auf dem Neuen Markt dazu.
Mit bestenGrüßen
Corina



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